Das Gruppentreffen dient hauptsächlich dem Austausch der Teilnehmer untereinander.
Begleitend werden außerdem Workshops und Vorträge angeboten werden, welche von den Teilnehmern für die Teilnehmer veranstaltet werden.
Wie bei den bisherigen BDSM-Kongressen soll es an zwei Tagen zahlreiche - teilweise parallel laufende - Workshops und Diskussionsrunden zu Themen aus den
Bereichen BDSM, Fetisch und Gesellschaft geben, die aus dem Kreis der Teilnehmer vorgeschlagen und auch gestaltet werden. Forenthemen wie beispielsweise
"Wissenschaftliche Forschungen zu BDSM/Fetisch", "Wie steht
die Szene zu Kommerz"?, "Vernetzung der SM-Szenen von Homo, Hetero und Queer", "Safer Sex/Gesundheit/Sicherheitstipps" sind dabei besonders
interessant. Wie bei allen anderen möglichen Workshops steht und fällt der Erfolg mit dem Engagement der Teilnehmer durch Vorbereitung von Themen, die
praktische Durchführung vor Ort und eine entsprechende Nachbereitung. Insofern appelliert das Organisationsteam schon jetzt an "die Basis" der Aktiven
aus Gruppen und Stammtischen, möglichst zahlreiche Vorschläge für Diskussionen und Workshops zu leisten. Dies gilt auch für künstlerische Aktionen oder
Inszenierungen.
Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden
Samstag Vormittag
(zum Zeitplan)
Wie war das eigentlich?
Erfahrungen mit SM ab den 60ern bis heute
Sie ist Autorin, Interviewpartnerin in der Trierer Studie und seit
mehr als 40 Jahren SMerin. Wie war das damals und wie ist es heute?
Erfahrungsaustausch über Ihre und unsere Erfahrung mit und ohne SM,
über Outing, den Umgang mit nicht-wissenden Freunden
und alles was wir über "damals" schon immer wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten
Ingrid Uhte
Ziele und Aufgaben der BVSMAbout ReviseF65Kodex - Leitlinie - Knigge - Wertesystem
Kurzbeschreibung / Präambel
Jede Party hat ihre "Hausregeln", jedes Miteinander erfolgt nach mehr oder minder definierten "Regeln". Jeder hat sein eigenes Wertesystem für sein Verhalten geschaffen. Es gibt eine Netiquette für das Online-Verhalten und einen ungeschriebenen BDSM-Knigge für reale Begegnungen.
Problematisch ist die Interpretation jedes Einzelnen. Es werden gleiche Begriffe mit differenten Definitionen benutzt. Für einen Stammtisch gelten andere Vorstellungen als für eine Party, für einen Chat andere wie für ein gemeinsames "Spiel".
Eine einheitliche "Sprache" hilft Missverstäuml;ndnisse zu reduzieren und ein angeglichenes Verständnis bzw. Wertesystem zu definieren.
Kann, nicht muss. Eine Selbstverpflichtung jedes Einzelnen.
Die Schaffung eines Verhaltenskodex bzw. einer modularen, erweiterbaren Leitlinie bietet die Möglichkeit, sich auf einem gemeinsamen "Nenner" zu begegnen. Eine einfache Basis, mit Ergänzungsmöglichkeiten für verschiedenste "Szenarien".
(z.b. Online/Community, Stammtisch, Party, Session, 1. Treffen, etc. etc.)
Workshop-Ziel
Diskussion über Sinn, Zweck, Nutzen eines Kodex oder Knigge.
Bei mehrheitlich positiver Einstellung, bzw. wenn sich eine Arbeitsgruppe findet, sollte in einem weiteren, noch während des Kongresses stattfindenden Workshop ein Grundgerüst, eine Basis geschaffen werden. Dieser Workshop ist bereits geplant.
Bereits erarbeitete Details beim Workshop.
Sadisticus
Themenabend-Themen - Was zieht?
Fast alle BDSM-Gruppen und Stammtische veranstalten Themenabende oder
wollen das zumindest gerne tun. In der Libertine Wien gehören diese zu
den ältesten und wichtigsten Veranstaltungen im Portfolio. Doch immer
wieder überrascht es, welche Themen Publikum anziehen, und welche nicht.
In diesem Workshop möchte ich in der Diskussion mit anderen Orgas den
Fragen nachgehen: Welche Themen ziehen, welche nicht? Was macht einen
Themenabend attraktiv, was macht ihn erfolgreich?
Und nicht zuletzt: Welche Wirkung erzielen wir mit der Auswahl der
Themen? Welches Image vermitteln wir damit an die (regelmäßigen)
Teilnehmer? Und welche Wirkung haben wir auf Aussenstehende, die sich
allein aus den Ausschreibungstexten ihr Bild machen?
Robert
Samstag Mittag
(zum Zeitplan)
Biederkeit und Prüderie
Wenn wir uns schon so gerne die Werte der "Libertinage" auf unsere
Fahnen heften, tut es gut, sich einmal des Gegenteils anzunehmen: Was
ist eigentlich bieder? Wie ist man prüde? Wie kommt man dazu? Und warum
wollen Menschen soetwas sein?
Nach einer Erörterung der kulturellen Bedeutung der Begriffe Biederkeit
und Prüderie sollen die Spuren von Biederkeit und Prüderie innerhalb
der eigenen BDSM- und Queer-Szene gesucht werden.
Anhand dieser Spuren möchte ich einen alten Konflikt diskutieren:
Wollen wir - die Aktivisten - Prüderie und Spiessigkeit (auch in den
eigenen Reihen) unter dem Toleranzprinzip unkommentiert lassen? Oder
müssen/können/sollen wir mit dem Anspruch, eine Wertegemeinschaft der
Libertinage zu sein, nicht auch manchmal klarer Stellung dazu beziehen,
wofür wir - die Aktivisten - uns eigentlich einsetzen? Anders
ausgedrückt: Mit welchen Zielen und Idealen im Hinterkopf leisten wir
eigentlich unsere Arbeit für die Szene?
Robert
Sexualität grenzenlos - Szene und Behinderung
Eine Diskussion von und mit Paula L. Rosengarthen und Robert aka fan
Sehr sehr selten begegnen uns in der Szene behinderte Menschen... verdächtig
selten. Liegt es daran, dass es nur wenige behinderte SM ler gibt? Und diese
sich soweit möglich nicht zu erkennen geben wollen? Oder werden Behinderte
durch Barrieren vom Besuch von Internetauftritten und Treffs schlichtweg
ausgeschlossen?
Es wird Zeit, uns als gewachsene Subkultur nicht nur mit unserer Nabelschau zu
beschäftigen, sondern auch dadurch an gesellschaftlicher Relevanz und Akzeptanz
zu gewinnen, indem wir uns gesellschaftlicher Themen annehmen. Dazu gehört auch
und ganz besonders wichtig der Umgang mit behinderten Menschen.
Selbstverständlich sind Berührungsängste beim Erscheinen von Menschen mit
Behinderungen erst einmal verständlich. Gerade aus der Einstellung heraus,
nichts falsch zu machen, wird oft der viel größere Fehler begangen... und
nichts gemacht!
Anhand eurer Fragen, Erfahrungen und Vorstellungen wird in der Diskussion die
Grundlage für ein Selbstverständnis der BDSM-Szene im Umgang mit behinderten
Menschen erörtert.
Dabei werden auch Vorschläge für einen Umgang mit Menschen mit Handicap
angesprochen und auf weiterführende Informationsquellen aufmerksam gemacht.
Unser Anliegen ist es, dass ausgehend vom BDSM-Kongress 2007 eine Initiative
gegründet wird, die
- eine Prüfung und soweit möglich eine Verbesserung des möglichst
barrierefreien Zugangs von Internetangebot und dem Ort der Treffen der
SM-Gruppen
- die Kommunikation der Barrierefreiheit auf dem Informationsangebot der
SM-Gruppen
- die zusätzlichen Informationen für den Umgang mit behinderten Menschen
bei den SM-Gruppen
vor Ort sichert.
Wir rufen daher die auf dem Kongress anwesenden Gruppen auf , zumindest je
einen Vertreter zu entsenden, damit wir diese Initiative auf eine möglichst
breite Basis stellen und erste Aktionsschritte vereinbaren können. Mit wenig
Arbeit kann bei diesem Thema eine Menge erreicht werden!
Auf eure zahlreiche Anwesenheit freuen sich Paula (u.a. zertifizierte
Sexualberaterin für Behinderte) und Robert (Moderator)
Praktisch Safe, allerlei Sex zwischen Blümchen und Leder
Sicherheits- und praxisorientierter Vortrag nicht nur zu sexuell übertragbaren Erregern, sondern zu allen möglichen
Gefahrenquellen und wenn es die große Gefahr der Kommunikationsstörung ist.
Interessant hier auch die Informationen von Praktiken die jenseits des bekannten Mainstreams gelebt werden. Hierbei wird
ein überblickender Rundumschlag über Basiswissen und Risikeneinschätzung bei sadomasochistischen Praktiken vollzogen.
Besonders zum BDSM-Kongress, möchte ich die Stammtischleiter und Organisatoren ansprechen und einige Ideen zum Thema
Vorortpräventionsarbeit anregen.
=> kompletter Ankündigungstext
Paula L. Rosengarthen
CSD goes mainstream - was geht da noch für BDSMler?
Jedes Ereignis auf CSD-Veranstaltungen in irgendeiner bundesdeutschen Stadt
hatte Auswirkungen auf dieselben Veranstaltungen in anderen Städten. Behörden,
zuständige TÜV-Einheiten und auch die Vorstände der jeweiligen
CSD-Hauptveranstalter haben sich bundesweit vernetzt bzw. treffen sich
bundesweit, um das "Maß der Dinge" festzulegen - seit Jahren mit Erhöhung von
Auflagen und Verringerung von Bewegungs- und Präsentationsfreiheiten (für
BDSM-Teilnehmer) in Deutschland. In Hamburg läßt sich diese Chronologie mit
Teilnahmen der SM-Community seit 1999 sehr gut verfolgen - trotz bester
Kontakte zu den CSD-Hauptorganisatoren.
Unstrittig für Hamburg ist, daß auf die CSD-Teilnahme weiterhin (noch) nicht
verzichtet werden soll. Lohnend erscheint ein Austausch, wie man mit Auflagen
umgehen kann, ohne diese mit dem Risiko der Aussperrung zu ignorieren und doch
die BDSM-Botschaften bestmöglich zu transportieren.
Dieser Workshop kann Organisatoren von noch jungen BDSM-Teilnahmen an CSDs
nützlich sein und allen Organisatoren in Zukunft vielleicht auch eine
bundesweite Plattform bieten und den Rücken stärken, wenn lokal/regional
willkürliche und zu starke Einschränkungen/Auflagen ausgesprochen werden, die
angeblich als Bundesrahmen festgelegt wurden bzw. als
ungerechtfertigte Pauschalbehandlung wegen möglichen Fehlverhaltens einzelner
irgendwo in der Republik erkannt werden.
LyAmazon, Hamburg
Initiative erfolgreich geboren - Wie hält man den kleinen Racker am Leben
und zieht ihn auf?
Es ist ein oft gesehenes Phänomen, dass SM-Stammtische oder Initiativen
mit groÃüem Arbeitsaufwand und Einsatz gegründet werden. Doch die Euphorie
kann schnell verfliegen oder aber Mitinitiatoren steigen aus dem Projekt
aus. Wie hält man einen Stammtisch oder eine Initiative am Laufen? Wie
sorgt man für kontinuierlichen Mitgliederzuwachs? Wie hält man Aktive bei
der Stange? Wie gewinnt man neue Unterstützung? Bei diesem Workshop sollen
anhand von "Best Practice"-Beispielen von Stammtischen und Gruppen Tipps,
Tricks und Kniffe ausgetauscht werden. Es wird in dem Workshop nicht darum
gehen, den "Goldenen Weg" zu finden, sondern gemeinsame einen Baukasten
von Hilfsmitteln zu erarbeiten
Alexander aka nutello
Bericht von der DGfS-Tagung in Regensburg, Diskussion
Sonntag Vormittag
(zum Zeitplan)
Diskussion über den Sinn und Unsinn von Online-Portale
Online - Portale - Überflüssig, notwendiges Übel, State-of-art oder allein selig machend?
Online-Communities sind mehr und mehr in Mode gekommen, nicht nur im BDSM-Bereich.
Die Einen lieben sie, die anderen verteufeln sie.
Was können sie wirklich leisten?
Erwartet wird eine ergebnisoffene Diskussion, die die Möglichkeiten und Schwierigkeiten aufzeigt, aber auch die
Wünsche und Hoffnungen.
Charly, BDSM-Franken
SM und Vorurteile
Der Vortrag basiert auf einer Magisterarbeit über Vorurteile, die im Fach Philosophie abgegeben wurde; an einer Dissertation zum gleichen Thema wird derzeit geschrieben.
Wo immer wir gegenüber Vanillas als SMler erkennbar sind oder gar als solche auftreten, sehen wir uns mit Vorurteilen konfrontiert. Auch heute noch ist unsere Öffentlichkeitsarbeit zu großen Teilen Aufklärungsarbeit gegen Vorurteile. Wie wir ihnen begegnen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie wir überhaupt über Vorurteile denken.
Viele der verbreiteten Auffassungen über Vorurteile sind jedoch, auch wenn sie uns als selbstverständlich erscheinen, keineswegs unproblematisch - oft sogar falsch. Zudem lassen sich die Modelle des zeitgenössischen Vorurteilsdiskurses (der sich vor allem für die Vorurteile gegen ethnische Gruppen interessiert und an diesen seine Thesen entwickelt) nur bedingt auf die Situation von SMlern übertragen.
Der Vortrag gibt eingangs eine kurze Darstellung, Bewertung und, wo nötig, Kritik verbreiteter Vorurteilsauffassungen.
Thema werden nicht nur Vorurteile gegen SM(ler) sein (sie stehen freilich besonders im Fokus), auch Vorurteile von SMlern gegen Vanillas, Vorurteile von SMlern untereinander und Vorurteile gegen Menschen mit Vorurteilen sollen angesprochen werden: Wie sehen die jeweils typischen Vorurteile aus? Welche Ursachen sind für sie (gerade auch ausgehend von diesen Vorurteils-Beschreibungen) anzunehmen? Was ergibt sich daraus für den Umgang mit Vorurteilen?
Frank T
Abendprogramm: Filmvorführungen
"The Gay Leatherman"The Pet24/7 - The Passion of LifeVerfolgt
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